Reise ins Land der Berge Jahreskonzert 2017

 

 

 

 

SCHLUCHSEE-BLASIWALD. Ein Glanzlicht in der Kulturlandschaft der Hochschwarzwälder Gemeinden war das Jahreskonzert der Trachtenkapelle Blasiwald am Samstag im Kurhaus Schluchsee. Die Schweiz, das Land der Eidgenossen, zog sich wie ein roter Faden durch den Konzertabend. Gut 350 Zuschauer, darunter Bürgermeister, Ortsvorsteher, Gemeinderäte, Verwandte und Freunde – aber nur ein Eidgenosse – hatten sich im großen Saal des Kurhauses versammelt, um die immer wieder mit schönen Details überraschenden Musiker und Musikerinnen zu hören und zu sehen.

Ganz dem Motto des Abends gehorchend eröffneten die Jungmusiker von Jukabras(s) den Abend mit der bekannten Melodie aus der Heidi-Zeichentrickfilmserie. Dirigent Linus Sedlak erzählte, er habe für die Jungmusiker zum Thema Schweiz passende Stücke gesucht und nur wenig gefunden. Der vielseitig interessierte Dirigent von Jukabras(s) hat Ziegen zum Hobby. Dort verweilend war ihm ein Thema eingefallen. Dank Handytechnik war es vom Einsingen der Melodie zum Abschicken an Gottfried Hummel kein weiter Weg. Beide erarbeiteten ein musikalisches Arrangement: "Uf de Ferse des Mönchs" hatte Premiere und wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.

 

Beim Ziegenhüten Melodie komponiert


Verbandsdirigent Hummel zeigte sich begeistert vom jungen Talent und vom ganzen Abend. Er komme stets zu den Jahreskonzerten, man sehe tolle Ideen und die Kapelle biete Qualität.

Nach kurzer Umbaupause eröffnete Trommler Julian Belli das Programm der Trachtenkapelle. Talerschwingend begleitete Brigitte Schacher die Kapelle zu "Bi us dehäm". Das hübsche Geräusch, gemeinsam mit klingenden Ziegenglöckchen, erweckte die Stimmung auf beschaulichen Almen zum Leben.

Nach dem "Schweizer Meitli", einer recht schnellen, tadellos vorgetragenen Polka, bestätigte auch Moderator Werner Weber: "Das liegt den Blasiwäldern im Blut". Bereits zum dritten Mal führte der Muchenländer charmant und liebenswürdig durch das Abendprogramm der Trachtenkapelle. Liv Steiert, die bei Jukabras(s) die Querflöte spielt, gefiel am besten die "Swiss Lady". Dazu gehörte auch das Alphorn, gespielt von Martha Sedlak und das eingängige Flötenthema von Christine Götte.

Dirigent Cesar Masano löffelte sich höchstselbst durch die Löffelpolka. So stemmte die Kapelle die meisten musikalischen Herausforderungen selbst. Der "Appenzeller Jodler" geht nicht ohne Jodeln – dafür lud man sich die Mundartkünstlerin Barbara Lexa ein, die eindrücklich mit Bruststimme und Jodelschlag den Appenzeller Vater den "Chas mitsamt em Teller" sich einverleiben ließ und den ganzen Saal zum Jodeln brachte. Dirigent Cesar Masano und Vorsitzende Martha Sedlak dankten allen für ein rundum gelungenes und interessantes Konzert.

 

Quelle: Badische Zeitung, Evamarie Kurfess

Zwar ohne Kaiser, dafür mit einem Cesar

Frank Ebner (von links) wurde geehrt für 25 Jahre Mitgliedschaft, Manfred Morath ist seit 50 Jahren dabei, Christa Helling-Müller ist ebenfalls seit einem Vierteljahrhundert im Verein, ebenso Gerhard Müller. Foto: Kurfess

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es war ein gutes Jahr für die Trachtenkapelle Blasiwald: Traumwetter beim Seenachtsfest im August sowie beim Staumauerfest haben der Vereinskasse einen schönen Stand beschert. Kassierer Rolf Fechtig schloss am Samstag zufrieden seinen Bericht. Und so war auch sonst die Stimmung heiter.

Nach der Begrüßung durch Vorsitzende Martha Sedlak berichtete Schriftführerin Stefanie Albiez Bericht über die Begebnisse des vergangenen Jahres. Auf die stattliche Zahl von 52 Proben und 31 Auftritten kann die Kapelle stolz sein. Die Anfragen seien noch zahlreicher gewesen, so die Vorsitzende, aber man wolle trotz Freude an der Musik noch ein wenig Freizeit haben. Sie hatte in Erwägung gezogen, nicht mehr für den Vorsitz zu kandidieren. Nun plant man innerhalb des Vereins eine Umverteilung der Lasten. So musste nach ordnungsgemäßer Kassenprüfung und Entlastung des Vorstands nur eine Position neu gewählt werden, und das aus positivem Anlass: Die bisherige Schriftführerin Stefanie Albiez, die ihr Amt seit 2011 ausgeführt hatte, erwartet Nachwuchs. Brigitte Schacher wird sie ersetzen.

Sehr glücklich ist die Kapelle mit ihrem Dirigenten. Cesar Masano freut sich, sich in Blasiwald mittlerweile beinahe heimisch fühlen zu dürfen. Sogar in der Fasnetszeitung sei erwähnt, dass andere Dörfer der Umgebung zwar von Kaisern regiert seien, Blasiwald aber einen Cesar habe. Wie es sich für einen echten Imperator gehört, lobte er viel, mahnte aber auch. Zwar habe sich die Kapelle konsolidiert, aber als Musiker könne man nicht wie ein Schriftsteller oder Maler auf das blicken, was man geleistet habe. Es sei eher wie bei Fußballspielern: Man müsse stets trainieren, um seine Leistung optimal zeigen zu können. Einfach besetzte Stimmen machten die Kapelle nach wie vor zerbrechlich. Von Zerbrechlichkeit war beim Ständchen für Manfred Morath, der am Abend für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde, wenig zu bemerken.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden außerdem Christa Helling-Müller, Gerhard Müller und Frank Ebner geehrt sowie fünf weitere Mitglieder. Besonders freuen durfte sich auch Karl Isele. Für fast hundertprozentigen Probenbesuch gab es Süßigkeiten. Insgesamt ist die Prozentzahl des durchschnittlichen Probenbesuchs gestiegen, aber es sei noch Platz nach oben, so die Vorsitzende Martha Sedlak. Auch Cesar Masano wünscht sich einen Schnitt zwischen 90 und 100 Prozent. Zufrieden ist man mit der Entwicklung der Jugendkapelle, die sich aus Jungmusikern aus Blasiwald, Schluchsee und Altglashütten rekrutiert. Die Band "Juka Bras(s)" wird von Linus Sedlak dirigiert, und bei vier neuen Zöglingen hofft man, sie ab kommenden Herbst dort eingliedern zu können. Die beiden Vorstände von Blasiwald und Schluchsee, Martha Sedlak und Karlheinz Kandler, die bislang als Orientierungsstimmen in ihren Registern für die Jungmusiker dienen, plane man künftig auch als Gesangskräfte ein. Es bleibt also spannend.

 

Quelle: Badische Zeitung, Evamarie Kurfess

Maianblasen

 

Wie jedes Jahr treffen sich die Musiker früh Morgens, um den Mai anzublasen.

Das Wetter spielte leider nicht so gut mit, dafür spielten wir umso Besser.

Dieses Jahr hielt unser Vizedirigent Linus den Taktstock in der Hand

Musikalische Reise auf der Donau

Darbietungen der Trachtenkapelle Blasiwald begeistern Besucher / Trachtentanzgruppe unterstützt den Konzertabend.

  1. Christine Götte (links) und Cornelia Wölfle wurden von Martha Sedlak für 25 Jahre Aktivität geehrt. Linus Sedlak für den Erwerb des Leistungsabzeichens in Silber. Foto: Bernhard Kleine

  2. Mit viel Begeisterung bestritt die Trachtenkapelle Blasiwald am Samstagabend im Kurhaus Schluchsee ihr Jahreskonzert 2016. Foto: Bernhard Kleine

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SCHLUCHSEE. Vor einem vollen Kurhaus in Schluchsee zeigte die Trachtenkapelle Blasiwald am Samstagabend ihr Können. Dabei nahmen die Bläser als Leitfaden eine Reise auf der Donau, startend an der Mündung in Rumänien mit Stationen in Ungarn, Mähren, Wien und dann im Schwarzwald. Unter der Stabführung von Cesar Masano ergab sich so ein bunter Reigen, der durch die Trachtentanzgruppe Schluchsee auch optisch unterstützt wurde. Kompetent wurden die Gäste von Werner Weber durch den Abend geführt.

Nach einem Opening von Ernest Hoffmann kam es zur melancholischen Zwiesprache von Klarinette und Flöte bei den "Rumänischen Impressionen" von Josef Bönisch, begleitet von der Trachtenkapelle. Bei dem anschließenden rumänischen Volkstanz trat erstmals die Trachtentanzgruppe auf und begleitete leichtfüßig das Orchester. Bei der anschließenden "Kleinen ungarischen Rhapsodie" von Alfred Bösendorfer waren exaktes Einsetzen und gemeinsames Aufhören gefordert, was meistens sehr gut gelang. Mit einer Wassermaschine machte Kapitän Masano immer wieder die Fahrt auf der Donau auch akustisch wahrnehmbar, unterstützt von echtem Donauwasser und Geräuschen eines Computers. Mit den "Mährischen Spezialitäten" von Freek Mestrini ging die Fahrt weiter, einem fröhlichen Marsch in bester Blasmusikmanier.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden von der Vorsitzenden Martha Sedlack und von Gottfried Hummel vom Blasmusikverband Christine Götte und Cornelia Wölfe geehrt. Für den Erwerb des Leistungsabzeichens in Silber gab es für Linus Sedlack eine Ehrung, gleichzeitig belohnte ihn die Trachtenkapelle damit, dass er beim folgenden Stück "Freude an Musik" von Wilfried Rösch die Trachtenkapelle dirigieren durfte, eine Aufgabe, der er sich mit Bravour und unter großem Beifall erledigte.

Nach der Pause war man schon in der K & K-Monarchie angekommen mit dem Stück "Ich gehör nur mir" aus dem Musical Elisabeth von Simon Felder, bei dem Yvonne Wahl eigentlich hätte singen sollen. Da sich dieses Vorhaben nicht erfüllte, wurde das Stück konzertant gespielt. Auch beim folgenden "Sonne über Wien" blieb man noch in der Donaumonarchie, und dann beim Wiener Walzer "Wien bleibt Wien" von Johann Schrammel, bei dem erst das Ehepaar Binder aus Blasiwald und dann die Trachtentanzgruppe Walzer tanzten.

Mit dem Bändertanz, einem traditionellen Volkstanz, kam man allerdings der Heimat sehr nahe. Schließlich krönte das "Sterne der Heimat" von Ernst Mosch den Abend. Die Zuhörer im Saal waren begeistert, zwei Zugaben waren der Lohn für den anhaltenden Beifall.

(Quelle: Artikel und Bilder aus der Badischen Zeitung vom 27.04.2016/Bernhard Kleine)

Wir laden alle recht herzlich zu unserem Jahreskonzert am Samstag, den 23. April um 20.00 Uhr ins Kurhaus nach Schluchsee ein.

Unter dem Motto " Mit Tanz und Klang der Donau entlang" sorgen wir mit unserem Dirigenten Cesar Masano für einige Überraschungen!

Linus mit seinen Mitstreitern beim Dirigenten-Schnupperkurs mit Lehrer Klaus Stoy und Verbandsdirigent Gottfried Hummel

Vermittelt vom Blasmusikverband Hochschwarzwald fand ein Dirigenten-Schnupperkurs in Lenzkirch statt. Unter der Leitung von Klaus Stoy lernten die Teilnehmer einiges an Theorie genauso wurden aber erste Bewegungen und Abläufe des Dirigierens erlernt. Ein weiterführender Kurs ist bereits in Aussicht gestellt.

Das sagt die Presse:

Frühjahrstagung Blasmusikverband Hochschwarzwald

von links: Neuer Präsident Micha Bächle, ehemaliger Präsident Markus Kleiser, neuer Verbandsdirigent Gottfried Hummel und ehemaliger Verbandsdirigent Götz Ertle

 

HOCHSCHWARZWALD. Der Blasmusikverband Hochschwarzwald hat einen neuen Präsidenten. Micha Bächle wurde am Samstagabend anlässlich der Hauptversammlung im Haus des Gastes in Saig von den 50 anwesenden Vereinen einstimmig zum Präsidenten gewählt. Bächle, der zwar kein aktiver Blasmusiker ist, dafür aber Musikerfahrung in Chören gesammelt hat und früher Klavier spielte, freute sich über den großen Rückhalt und sieht es als seine Aufgabe an, "die Blasmusik im Hochschwarzwald weiter voranzubringen".

Da Bächle der Referent des Landtagsabgeordneten Patrick Rapp ist, der auch der Präsident des Bundes Deutscher Blasmusikverbände (BDB) ist, kenne er sich in der Materie schon etwas aus. Zum Auftakt spielte die Bauernkapelle Saig und Bürgermeister Reinhard Feser stellte den Gastgeberort kurz vor.

Wie wichtig der Verband für die Interessenvertretung der Blasmusik ist, erläuterte der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Dörflinger. Als Beispiele nannte er das polizeiliche Führungszeugnis für Betreuer in der Jugendarbeit, dessen Handhabung nach seiner Wahrnehmung immer noch nicht einheitlich sei, und neue Modelle bei der Jugendausbildung mit Blick auf den demografischen Wandel. Helmut Steinmann, Vizepräsident des BDB, ergänzte, dass neben dem Jugendschutzgesetz auch die neue Lebensmittelverordnung nicht unproblematisch für die Vereine sei und der Verband das auch so weitergegeben habe: "Das geht so einfach nicht." Neben der Jugendarbeit sehr wichtig sei aus Sicht des BDB auch die Seniorenarbeit, die ausgebaut werden müsste.

Markus Kleiser, der an diesem Abend sein Amt als Vorstandsvorsitzender nach acht Jahren abgab, appellierte an die Vereine mit einem Leitsatz von Lothar Späth: "Man kann, wenn man will." Dazu müsse man aber vor allem im Kopf umparken und nach vorne schauen. "Wenn wir zeitgemäß denken, können wir vieles umsetzen und unsere Qualität halten."

Er und sein Nachfolger Micha Bächle kündigten für die Zukunft die Zentralisierung der Ehrungsveranstaltungen an. Bächle betonte, dass er sich auf Anregungen zu diesem Thema freue, um gemeinsam eine gute Lösung zu finden.

Eine weitere Veränderung im Vorstand betrifft den Verbandsdirigenten. Götz Ertle gab sein Amt an seinen Stellvertreter Gottfried Hummel ab. Der Leiter der Jugendmusikschule betonte in seiner Abschlussrede die zuvor angesprochene Interessenvertretung vor allem mit Blick auf die Jugendausbildung. "Wir brauchen nicht nur Nachwuchs für die Vereine, sondern eine gesellschaftliche Anerkennung der musisch-kulturellen Bildung." Er halte es für paradox, dass die musisch-kulturelle Bildung in die Schulen kommen müsse und nicht umgekehrt die Schulen sich dieser Bildung öffneten. Dafür bräuchten die Schülerinnen und Schüler allerdings mehr Zeit für ihre persönlichen und individuellen Lebensräume.

Wie schon die vorangegangenen Redner lobte er die BDB-Musikakademie in Staufen, die eine außergewöhnlich gute Arbeit leiste.

Mit einer schönen Geste eröffnete Gottfried Hummel sein Amt als Verbandsdirigent. Zu Ehren des verstorbenen Leopold Winterhalder, der von 1975 bis 1997 Verbanddirigent war, spielte er mit der Saiger Kapelle den "Leopold Winterhalder-Marsch", der diesem 1989 von Komponist Herrmann Regner gewidmet worden war.

Die Bläserjugend berichtete stolz von den vielen abgelegten Leistungsabzeichen der Jungmusiker. 116 Musiker erhielten im vergangenen Jahr das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Bronze, 46 in Silber und vier in Gold. Außerdem veranstaltete die Bläserjugend erstmals einen "Spiel-Musik!-Tag", an dem Stücke einstudiert und aufgeführt wurden.

Mitgliederstand: Der Blasmusikverband Hochschwarzwald besteht aus 35 Mitgliedsvereinen und elf Bläserjugenden. Er hat 2241 aktive und 2622 fördernde Mitglieder.

Wahlen: Bei den Wahlen wurden neben dem Präsidenten und dem Verbandsdirigenten auch der Vizepräsident und die Kassenführerin gewählt. Bernhard Podeswa wurde in seinem Amt als Vizepräsident bestätigt, ebenso seine Kollegin Franziska Rösch als Kassenführerin. Die Bläserjugend bestätigte die stellvertretende Vorsitzende Sandra Haaga im Amt, ebenso wie Kassierer Ralf Thoma.

Ehrungen: Die Stadtmusik Neustadt ehrte Annette Kraus für 25 Jahre und Thomas Vogelbacher für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft. Sandra Haaga, die stellvertretende Vorsitzende der Bläserjugend, wurde für 15 Jahre Mitgliedschaft im Bund und Verband mit der silbernen Ehrennadel geehrt. Präsident Markus Kleiser erhielt die bronzene Ehrennadel für zwölf verdienstvolle Jahre in Bund und Verband.

Ausblick: Ein Höhepunkt im Verbandsgebiet wird auch in diesem Jahr wieder das "Hochschwarzwälder Blosmusik Feschtival" sein.

                              

 

 

Enges Netz zu anderen Kapellen knüpfen

Trachtenkapelle Blasiwald möchte künftig eine Liste für Aushilfsmusiker ins Leben rufen.

 

 

BLASIWALD. Das Wetter meinte es nicht gut mit den Besuchern der Hauptversammlung der Blasiwälder Trachtenkapelle, aber wer durch Schnee und Regen den Weg in den "Blasiwälder Hof" gefunden hatte, hatte es wirklich gemütlich. Die Vorsitzende des 1924 gegründeten Vereins, Martha Sedlak, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte besonders Ortsvorsteher Dietmar Schwarz, den Vorsitzenden des Musikvereins Schluchsee, Karlheinz Kandler, Christel Weber von der Frauengemeinschaft Blasiwald, Pfarrerin Gabriele Heuß sowie Feuerwehrkommandant Siegfried Schwarz.

Vom Verlauf des Vereinsjahres berichtete Schriftführerin Stefanie Albiez. Allen Mitgliedern in schöner Erinnerung war das überaus erfolgreiche Jahreskonzert im Kursaal in Schluchsee. Dirigent Cesar Masano hatte dabei gemeinsam mit der Kapelle das Publikum auf eine musikalische Zeitreise geführt. Das eigens von ihm komponierte "Blasiwälder Erinnerungen", das vollkommen ohne Instrumente dargeboten wurde, hatte sehr großen Anklang gefunden. Weitere gemeinsame Unternehmungen waren die Teilnahme an der jährlichen Wald- und Seeputzete, Mai angeblasen, Staumauer- und Seenachtsfest.
 
Als neue Kassenprüferin wurde Gudrun Schwarz vorgeschlagen und per Handzeichen gewählt.

Als Ziel für das Jahr 2016 erklärte Sedlak, man wolle sich mit den umliegenden Vereinen besser vernetzen und eine Aushilfsmusikerliste ins Leben rufen. Durch das Notfallprogramm wolle man Austauschmusiker für die teilnehmenden Vereine zur Verfügung stellen, wenn einmal ein Musiker krank sei oder aus anderen Gründen nicht an einem Konzert teilnehmen könne. Denn die Trachtenkapelle plagen Nachwuchssorgen. Man hatte eigens für die Rekrutierung junger Menschen eine Musikantenrallye veranstaltet, an der sich aber leider keine Interessenten eingefunden hätten.

Dirigent Cesar Masano ergriff das Wort und freute sich über den guten Ruf, den nicht zuletzt das Jahreskonzert dem Verein eingebracht habe. Er betonte die Wichtigkeit von Disziplin und wies darauf hin, wie unerlässlich das Üben sei. Quantität sei nicht gleich Qualität. Da die einzelnen Stimmen der Trachtenkapelle nur einfach besetzt seien, käme es nun einmal auf jeden Einzelnen an, da eine Kette nur so stark sei wie ihr schwächstes Glied. Er hob den Stellenwert der Kapelle als wichtigstem Kulturträger Blasiwalds hervor. Schließlich betonte er: "Es ist schön, Euer Dirigent zu sein."

Danach wurden verschiedene langjährige Mitglieder geehrt: Rolf Fechtig für 25 Jahre, Martin Morath für 40 Jahre und Alexander Graber für stolze 50 Jahre Mitgliedschaft in der Trachtenkapelle Blasiwald. Für die Geehrten spielte die Kapelle das Stück "Schönes Prag". Zum Schluss bedankten sich die Vertreter der befreundeten Vereine für die schöne und Freude bringende Zusammenarbeit. Mit einigen zünftigen Stücken der Kapelle klang der Abend gemütlich aus.

                              

 

 

Kurzweiliger Abend im O-Ton Süd

Alemannischer Obend des Musikvereins Blasiwald kommt bei den Besuchern gut an / Musik, Sketche und Anekdoten unterhalten.

  1. Blasiwald spielt auf Foto: Privat

 

 

BLASIWALD. Spaß und Gaudi war im Vorfeld des ersten Alemannischen Obends versprochen worden und alle waren sich auf ihrem Nachhauseweg einig, dass das Versprechen eingehalten worden war. Im Rahmen des Blosmusik Feschtivals lud die Trachtenkapelle Blasiwald zu einem "etwas anderen Hock für Fremde und Dörfler" in den "Blasiwälder Hof" ein.

 


Die Vorsitzende Martha Sedlak war sichtlich begeistert über den Andrang im "Blasiwälder Hof" und begrüßte die Zuhörer mit dem ersten Gedicht von Gerhard Jung. "Miine Tracht" spiegelt die Liebe zur Heimat und den Stolz zur Schwarzwälder Tracht wider.
Abwechselnd zu den stimmungsvollen Musikstücken der Trachtenkapelle und der lustigen Moderation der Vorsitzenden Sedlak folgten weitere Beiträge. Wie aus dem Leben gegriffen, proklamierte Linus Sedlak das "Wälderbüble", das weder die "tote Muus im Tschope" noch die dreckigen Pfoten störte. Conny Wölfle erzählte dem Publikum wie die "rechti Liäbe" so sein muss und Gerlinde Hug ließ die Musik mit dem Gedicht "Viva la musica" hochleben.

Ein echter Brüller war der Sketch "das Schachspiel", das von dem aus Brasilien stammenden Dirigenten Cesar und seiner aus Wyhl kommenden Freundin Tanja auf alemannisch aufgeführt wurde. Vier Damen vom "Holz" (Yvonne Wahl, Christine Götte, Angelika Bienek und Brigitte Bauer) zusammen mit dem Schlagzeuger Thomas Ebner-Müller erheiterten das Publikum mit ihrem Lied "Aber mir reicht, dass i weiß, dass i könnt, wenn i wet".
Als letzten Programmpunkt erklärte Christine Götte den Zuhörern, dass das meistgebrauchte Wort im Alemannischen wohl "ebbis" ist, weil damit einfach alles abgedeckt werden kann, ganz egal ob man "ebbis" sucht, "ebbis" hat oder "ebbis" braucht.
Als krönenden Abschluss spielte die kurzerhand ins Leben gerufene kleine Besetzung "Alfreds Blechsträhne", federführend unter dem ältesten aktiven Musiker (84 Jahre) Alfred Laubis. Hier übernahm Linus Sedlak das Zepter seiner Mutter und führte ebenso locker und lustig durch das Programm – "de Öpfel fällt halt it wit vom Baum". Zum Abschied musste die Trachtenkapelle noch einmal was versprechen – und zwar nächstes Jahr wieder so einen Abend zu veranstalten.

Rothaus Hochschwarzwälder Blosmusik Feschtival: Alemannischer Mundartabend mit Blosmusik, im Blasiwälder Hof

Trachtenkapelle Blasiwald in Schluchsee-Blasiwald

 

  1. Foto: Veranstalter

 

 

Im Rahmen des Hochschwarzwälder Blosmusik Feschtivals lädt die Trachtenkapelle Blasiwald am Freitag, 9. Oktober, um 20 Uhr zum Alemannischen Mundartabend mit Blosmusik in den "Blasiwälder Hof" in Schluchsee-Blasiwald ein. Das Motto des Abends lautet: "So schwätze un spiele mer bie üs däheim". Mit Musik, Witz und Gesang möchte die Trachtenkapelle Blasiwald den Gästen ein paar gesellige Stunden bereiten. Der Eintritt ist frei. Information: http://www.hochschwarzwald.de/blosmusik

Mit Glas, Stein und Schleifpapier

Trachtenkapelle Blasiwald mit ungewöhnlichem Konzert.

 

  1. Gerlinde Hug und Jörg Makarinus-Heuß sangen beim Jahreskonzert „Oh Du, mein Blasiwald“. Foto: Ute Aschendorf

  2. Dirigent Cesar Masano fordert die Trachtenkapelle. Foto: Ute Aschendorf

 

SCHLUCHSEE. Das Jahreskonzert der Trachtenkapelle Blasiwald sm Samstag im großen Saal unter der musikalischen Leitung von Cesar Masano wird Musikern und Zuhörern unvergesslich in Erinnerung bleiben.

Der Auftritt mit dem Dirigenten Masano, der seit einem Jahr in Blasiwald den Taktstock schwingt, lockte auch zahlreiche Musikerkollegen benachbarter Kapellen in den Kursaal. Auch Masanos Kommilitonen und Professor Bernhard Wulff von der Freiburger Musikhochschule waren neugierig auf Masanos Zusammenarbeit mit der kleinen Kapelle. Der experimentierfreudige Dirigent hatte sich einiges einfallen lassen und nahm die Zuhörer auf eine musikalische Zeitreise durch Blasiwald mit. Dabei wurde die Kapelle nicht nur von den Klängen einer Schwarzwälder Flötenuhr und den Männern der Feuerwehr unterstützt, sondern brachte auch drei Uraufführungen zu Gehör.
 

Auch eine Flötenuhr kommt zum Einsatz


Mit "Grüß mir die Heimat" wurde der Abend eröffnet. Moderator Werner Weber stellte die vier Ziele der musikalischen Zeitreise vor, die jeweils von der rund 200 Jahre alten Schwarzwälder Flötenuhr eingeläutet wurden, die ein Uhrensammler aus Umkirch nach Schluchsee gebracht hatte. Zunächst ging es mit "Celtic Voyage" und "Abschied der Gladiatoren" weit in die Vergangenheit. Während die keltischen Klänge getragen und festlich anmuteten, kamen die Römer erheblich kraftvoller daher. Laut Weber sei es jedoch nicht sicher, ob die Kelten und Römer tatsächlich in Blasiwald gewesen seien. In die Zeit des Mittelalters mit seinen Burgen und Klöstern entführte die Komposition in vier Sätzen "The Castle of Bray", in dem die damalige höfische Kultur hörbar wird.

Das zweite Ziel der Zeitreise war Alt Blasiwald. Verwunderte Blicke folgten den Musikern, als diese die Bühne verließen und sich am Rande des Saals ringsherum aufstellten. Das gab es bisher noch nie. Weber bat die Zuhörer um absolute Ruhe und Konzentration für die "Blasiwälder Erinnerungen", einem Geräusche-Stück, das Masano eigens für den Abend komponiert hatte. Zum Gedenken an die einst in Blasiwald beheimatete Glockengießerei, die Glashütte, Sägewerk und Steinmetzerei ließ Masano im verdunkelten Saal Glas, Stein und verschiedenes Schlagwerk erklingen. Die Männer der Feuerwehr Blasiwald hatten mit dem Einsatz am Schleifpapier den ersten Auftritt des Abends. Die Klänge von Holz, Glas und Stein sorgten in der Dunkelheit für eine meditative Stimmung, der sich die überraschten Zuhörer nicht entziehen konnten.

Zur Blasiwälder Geschichte gehört auch der legendäre Lochheiri, der durch die "Lochheiri-Polka" gewürdigt wurde. Das von Gottfried Hummel, dem stellvertretenden Verbandsdirigenten des Blasmusikverbandes Hochschwarzwald, komponierte Stück kam am Samstag zur Uraufführung. Und es klingt so forsch und flott, wie man sich ein Blasiwälder Mannsbild vorzustellen hat.

Nach der Pause war die Geschichte des Blasiwälder Musikvereins das nächste Ziel der Zeitreise. Mit der "Böhmischen Polka Perle" und der "Feinschmecker Polka" gedachten die Musiker ihrem einstigen Dirigenten Manfred Mayer, der die Kapelle fast 40 Jahre leitete. Untrennbar mit der Geschichte Blasiwalds verbunden ist die bereits 1882 gegründete Feuerwehr. Das Publikum kam ins Staunen, als 18 Feuerwehrmänner aus Blasiwald auf die Bühne marschierten und mit kraftvollen Kehlen das Lied "Wir Feuerwehr Kameraden" sangen. Wegen des tobenden Applauses für ihre Darbietung wurde das Lied unmittelbar wiederholt.

Das letzte Ziel der Zeitreise wurde mit dem Lied "Oh Du, mein Blasiwald" erreicht. Gerlinde Hug und Jörg Makarinus-Heuß sangen das Stück mit dem Text von Max Goldammer, das von Masano neu arrangiert wurde, so gut, dass das Publikum es zweimal hören wollte.
 

Bei den Proben wird auch gebellt


Martha Sedlak berichtete auch von skurrilen Proben mit Masano, bei denen die Musiker neben anderen Übungen auch Bellen mussten. Sedlak zeigte sich erfreut darüber, dass die kleine Kapelle unter dem mutigen, engagierten Dirigenten so viel lerne. Masano berichtete, dass er bei seinem ersten Besuch im Haus des Gastes in Blasiwald nur gedacht habe "Wo bin ich?" Inzwischen hätten Blasiwald und seine Bewohner jedoch einen festen Platz in seinem Herzen. Als Zugaben erklangen das Medley "Grüße aus dem Schwarzwald", "Wir Musikanten" und die Polka "Böhmischer Traum".

Das von Masano abwechslungsreich gestaltete Programm, mit dem er auch den Sprung von traditioneller Blasmusik zu moderner Geräusche-Musik wagte, sorgte beim Publikum für Begeisterung. Auch Professor Wulff, bei dem Masano seinen Master of Drums absolvierte, zeigte sich fasziniert von Masanos Arbeit mit den Musikern. Er lobte die Intonation und dynamische Balance. Durch Masanos Genauigkeit intensiviert er die Stimmungen, die in den Stücken zum Ausdruck kommen. Die Musiker haben in nur einem Jahr unter seiner Leitung eine außergewöhnliche Steigerung ihrer musikalischen Qualität vollzogen. An Masanos hohen Ansprüchen ist die Trachtenkapelle eindeutig gewachsen.

 

"Lochheiri-Polka" feiert bei Jahreskonzert Premiere

Trachtenkapelle Blasiwald ehrt langjährige Mitglieder / Christine Götte neue stellvertretende Vorsitzende.

  1. Neu im Vorstand: Kassierer Rolf Fechtig und die stellvertretende Vorsitzende Christine Götte Foto: Ute Aschendorf

  2. Karl-Heinz Mayer, Brunhilde Götte und Christoph Kaiser wurde für ihre Treue zum Musikverein Blasiwald gedankt. Foto: Ute Aschendorf

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SCHLUCHSEE (aus). Ob aktiv oder passiv: Einige Mitglieder unterstützen die Trachtenkapelle Blasiwald bereits seit Jahrzehnten. Bei der Hauptversammlung am Samstag im Gasthaus "Zum Lochheiri" wurden sie für ihre Vereinstreue ausgezeichnet. Neben den Ehrungen befasten sich die Mitglieder auch mit Neuwahlen des Vorstandes.

Hier wurde die Vorsitzende Martha Sedlak in ihrem Amt bestätigt. Die Aufgaben der bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Ann Kaltenbacher übernimmt künftig Christine Götte. Auch Kassiererin Sarah Wahl stellte sich nicht erneut zur Verfügung. Über die Finanzen wacht nun Rolf Fechtig. Schriftführerin Stefanie Isele nimmt ihre Funktion ebenso weiterhin wahr wie der Jugendvertreter Lukas Fechtig. Gerlinde Hug bleibt dem Vorstand als Beisitzerin erhalten. Der zweite Beisitzer Hansjörg Kaltenbacher übergab sein Amt an Angelika Bienek.

Im Rahmen der Sitzung ehrte die Vorsitzende Martha Sedlak einige langjährige Mitglieder des Vereins. Seit 50 Jahren unterstützt das passive Mitglied Karl-Heinz Mayer die Kapelle des Ortes. Astrid Mayer, die Frau des ehemaligen Dirigenten Albert Mayer, hält dem Verein seit 40 Jahren die Treue. Der Sonnenwirtin Brunhilde Götte wurde ebenfalls für 40 Jahre gedankt. Christoph Kaiser und Robert Kessler halten seit 25 Jahren den Musikanten die Treue. Sedlak dankte ebenfalls den beiden aktiven Musikerinnen Ann Kaltenbach und Yvonne Wahl, die seit 15 Jahren in der Trachtenkapelle musizieren.
 

Erstmals ein Stand beim Seenachtsfest


Aus dem Bericht der Schriftführerin ging hervor, dass die Kapelle im vergangenen Jahr nicht nur zahlreiche Kurkonzerte veranstaltete und bei kirchlichen Anlässen für festliche Stimmung sorgte, sondern auch bei einigen Hochzeiten und Geburtstagen für Musik und gute Laune in Blasiwald gesorgt wurde.

Erstmals beteiligte sich der Verein mit einem Stand am Seenachtsfest und sorgte mit exotischen Cocktails und einem Glücksrad für gute Unterhaltung, was sich auch positiv auf den Kassenstand auswirkte. Eine weitere unerlässliche Einnahmequelle war das Staumauerfest im August. Trotzdem waren die Ausgaben höher als die Einnahmen. Die Dirigentenvergütung so wie Reparaturen der Instrumente und Anschaffungen von Trachten schlagen dabei kräftig zu Buche.

Sedlak dankte den Musikern, die am zuverlässigsten an den 23 Auftritten und 45 Proben teilnehmen konnten. Durch fast 100-prozentige Anwesenheit zeichneten sich Karl Isele, Ulrike Schlageter, Lukas Fechtig und Elmar Bauer aus. Im Frühling letzten Jahres konnten Alfred Laubis und Jörg Heuß als neue Musiker für die Kapelle gewonnen werden. Dem Verein gehören 25 aktive und 115 passive Mitglieder an.

Seit Mai dabei ist auch der neue Dirigent César Masano. Der geborene Brasilianer lobte die gute Atmosphäre in Blasiwald und die schöne Kameradschaft in der Kapelle. Auch den Dialekt würde er inzwischen verstehen, erklärte er schmunzelnd. Auf das am 11. April stattfindende Jahreskonzert der Trachtenkapelle darf man gespannt sein. Masano kündigte eine musikalische Reise durch die Geschichte Blaswalds an. Dabei werde auch die zu diesem Anlass von Gottfried Hummel komponierte "Lochheiri-Polka" zu Gehör gebracht, kündigte Masano an.

Sedlak wies die Mitglieder auf die neu gestaltete Homepage hin, die unter http://www.musikverein-blasiwald.de erreichbar ist und auf der die zahlreichen anstehenden Termine aufgelistet sind.

Polkaklänge statt Samba

César Masano aus Brasilien leitet die Trachtenkapelle Blasiwald / Als Dirigent auf Deutschlandtour.

  1. Beim Staumauerfest gab Dirigent César Masano der Trachtenkapelle Blasiwald den Ton an. Foto: Ute Aschendorf

 

SCHLUCHSEE-BLASIWALD. Die Trachtenkapelle Blasiwald hat einen neuen Dirigenten. Seit Mai schwingt César Masano aus Brasilien den Taktstock in der idyllischen Streusiedlung. Der 29-jährige Dirigent ist seit dreieinhalb Jahren in Deutschland und studierte an den Musikhochschulen in Bremen und Freiburg. Seit seinem achten Lebensjahr spielt er Klavier, es folgte die Ausbildung am Schlagzeug. In Brasilien absolvierte er ein vierjähriges Dirigentenstudium und in Freiburg machte er seinen "Master of Drums".

Er hätte auch als Musiker in einem Orchester arbeiten können, erzählt Masano. Doch er habe sich für´s Dirigieren entschieden. Seine Karriere als musikalischer Leiter beginnt er bei den Trachtenkapellen in Blasiwald und in Wyhl.

Baden-Württemberg sei eine tolle Gegend mit viel Musik, meint Masano begeistert. Besonders interessant findet er es, in zwei so unterschiedlichen Regionen wie dem Hochschwarzwald und dem Kaiserstuhl arbeiten zu können. Landschaft, die Menschen und die Geschichte der beiden Landstriche ist sehr unterschiedlich und das fasziniert ihn. Dass die Tradition eine große Bedeutung hat, gefällt ihm sehr.

Eigentlich interessiert sich Masano für zeitgenössische klassische Musik. So gewann er für seine Interpretation einer Stockhausen-Komposition, den ersten Preis. Auf die Frage, wie er moderne Klassik mit Märschen und Polkas in Einklang bringe, beginnt er fachgerecht die Verbindung zwischen dem Einen und dem Anderen zu erklären. Letztendlich seien Märsche und Polkas nicht weit vom Walzer entfernt und die volkstümliche Musik stünde der Klassik weit näher als die Pop-musik, erläutert Masano. Die Musik für Blasorchester sei auch sehr fein, filigran und dynamisch. Volksmusik gehöre zur Tradition wie die Geschichte und beides fände er wichtig und interessant.
 

Ortsvorsteher Schwarz besorgt ein Heimatbuch


Als er hört, dass es ein Heimatbuch über Blasiwald gibt, will er sofort mehr darüber wissen. Ortsvorsteher Dietmar Schwarz verspricht ihm sofort, bei der nächsten Musikprobe ein Heimatbuch zu bringen. Masano möchte die Geschichte des Ortes Blasiwald in seine Arbeit einfließen lassen und sich für Tradition starkmachen, die auch den Blick in die Zukunft wagt. Er ist voller Ideen. Vielleicht werde er mal einen Komponisten fragen, ob er eine neue Polka schreibt. Aber an den heimischen Geschmack werde er sich anpassen, beteuert er. Dass er mit den Blasiwäldern "Salsa" oder "Bossa Nova" einstudieren wird, hält er zunächst für unwahrscheinlich, aber im Süden Brasiliens gäbe es sehr viel Folklore mit deutschen Einflüssen, die durchaus zum Schwarzwald passen könnten. Trotz seiner vielen Ideen will er die Musiker nicht überfordern. Die wöchentlichen zweistündigen Proben setzen Masanos Phantasie Grenzen und er scheint Realist genug, um nichts Unmögliches zu erwarten.

Die Proben beginnt er mit Einspiel- und rhythmischen Übungen. Bevor neue Stücke einstudiert werden, finden der neue Dirigent und die Musiker anhand des vorhandenen Repertoires zueinander. Doch im Winter würde er gerne ein Jahreskonzert veranstalten, meint César Masano.

Das Staumauerfest des Skiclub Blasiwald, wo er mit seinen Musikern einen Auftritt hatte, scheint er zu genießen. Mit großem Appetit macht er sich über die Bratwürstle her. In der Tracht scheint er sich wohl zu fühlen und das Lob der Festbesucher nimmt er freundlich entgegen. Er wolle kein Fremder sein, sondern sich mit den Menschen und ihrer Tradition identifizieren, soweit das eben für ihn als Brasilianer möglich sei, erklärt er lachend. Für ihn sei es toll, Deutschland so zu erleben.
 

Auch das Freischaufeln des Autos traut man ihm zu


Auf die Frage, ob er im Winter denn auch in Blasiwald übernachten werde, reagiert er erstaunt. Es war ihm bisher nicht klar, dass es nach den Proben, die um 22 Uhr enden, bei Neuschnee recht unangenehm werden kann, nach Freiburg zu fahren. Stolz berichtet er von seinem neuen Auto mit Sitzheizung. Die Hochschwarzwälder Winterverhältnisse sind ihm zwar nicht richtig klar, aber er strahlt so viel Tatkraft und Optimismus aus, dass man ihm auch das Freischaufeln seines Wagens zutraut.

Fragt man die Blasiwälder Musiker nach der Zusammenarbeit mit dem neuen Dirigenten, bekommt man zu hören, dass die Probenarbeit zwar anstrengend aber motivierend sei. Irgendwie sei mit ihm ein neuer Schwung in die Kapelle gekommen, heißt es aus mehreren Mündern.

 

Quelle: Bericht und Bilder aus der Badischen Zeitung vom 13.06.2014 / Ulrike Aschendorff

 

 

Unser Jahreskonzert nahmen wir zum Anlass um zwei neue Ehrenmitglieder vorzustellen: Bernhard Schwarz und Karl Isele. Beide überraschten wir bei ihren Geburtstagen mit der Ernennung zum Ehrenmitglied.

 

(Bild aus der Badischen Zeitung von Ulrike Aschendorff)

 

 

Topfit, auch wenn’s schnell wird

Trachtenkapelle Blasiwald meistert ihr anspruchsvolles Jahreskonzert mit Bravour / Einstudiert wurde das Programm in Rekordzeit.

 

 

 

 

SCHLUCHSEE. Beim Jahreskonzert der Trachtenkapelle Blasiwald, das am Samstagabend im Kurhaus der Seegemeinde stattfand, führte die Kapelle acht Musikstücke auf, die in nur drei Monaten einstudiert wurden. Für die musikalische Leistung wurden die Musiker mit anhaltendem Applaus belohnt.

Nachdem Marha Sedlak, die Vorsitzende der Trachtenkapelle, die Gäste begrüßt hatte, führte Werner Weber mit Informationen und Anekdoten durch das Programm, das mit "Grüß Gott" der Hergolshäuser Musikanten eröffnet wurde. Mit dem "Petersburger Marsch" und der "Steeephans Polka" ging es mit volkstümlichen Klängen weiter. Während der Ehrungen konnten die Musiker eine Verschnaufpause einlegen.Sedlak ernannte Bernhard Schwarz und Karl Isele zu Ehrenmitgliedern des Blasiwälder Musikvereins. Schwarz trat dem Verein 1966 bei und war an der Großen Trommel ebenso aktiv wie als Kassierer und Vizevorsitzender. Seit 1997 hält er dem Verein als passives Mitglied die Treue. Isele bereichert die Kapelle seit 50 Jahren als aktiver Musiker und spielte beim Konzert neben Sedlak das Tenorhorn.

 

 

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